Efeutute (Scindapsus) - Pflegetipps und Vermehrung

Die Efeutute, welche teilweise als giftig gilt, gehört trotzalledem zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, was insbesondere an der leichten Pflege dieser Pflanze liegt.Efeutute im Topf

Efeutute Herkunft und Beschreibung 

Ursprünglich stammt die Efeutute, in manch Pflanzenlexikon auch Epipremnum aureum bzw.pinnatum, Pothos aureus, Scindapsus aureus, Rhaphidophora aurea und Epipremnum mooreense genannt, aus den tropischen Gebieten der  Erde. Dabei ist die Pflanze weit verbreitet und erstreckt sich von Bangladesch und Indien bis nach Australien. Die Kletterpflanze bildet, ähnlich wie Orchideen, Luftwurzeln aus, um die Luftfeuchtigkeit  aufzunehmen. Sie ranken im Garten bis auf eine Höhe von 20 Metern an Bäumen empor und bildet dabei dicke Sprossachsen. Die Blätter der Efeutute sind immergrün, blühen jedoch selten. Die Blätter der Pflanze sind herzförmig und  wechselständig angeordnet und können in der Natur eine Länge von bis zu einem Meter und eine Breite von knapp 50 Zentimetern erreichen. Die gezüchtete Zimmerpflanze bleibt jedoch wesentlich kleiner, wie ihr großer Bruder im Garten. 

Neben sattgrünen Exemplaren werden im Handel gelegentlich weißliche, gelbliche oder hellgrüne Efeututen (Pinnatum) angeboten, die auch gefleckte Blätter haben können (S. pictus mit geflecktem Blatt). Das Gewächs ist aus öffentlichen Gebäuden kaum weg zu denken, zumal sie kaum Ansprüche an Temperatur und Helligkeit stellt. Mitarbeiter pflanzen sie gerne zur Dekoration. Obwohl es die Efeutute gerne hell mag, akzeptiert sie problemlos schattige Standorte, weshalb sie auch in dunkleren Räumen gedeihen kann. Sie mag es gerne warm, direkte Sonneneinstrahlung ist jedoch zu vermeiden. Die Zimmertemperatur sollte mindestens 20 Grad betragen. Im Winter ist es wichtig, die Efeutute, wie viele Zimmerpflanzen, vor zu großer Trockenheit (Heizungsluft) zu schützen. Die Färbung der jeweiligen Efeututen-Art spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl des Standortes. Ist die Efeutute giftig? Von verzehren dieser Pflanzen wird abgeraten, diese gelten sowohl für Menschen, wie auch für Tiere, als giftig. Heißt in diesem Fall, dass die Pflanze lediglich als giftig zu bezeichnen ist, wenn Sie in größeren Mengen konsumiert wird. 

Standort entsprechende Pflege 

Es gilt die Regel: Je markanter die Marmorierung der Blätter, desto mehr Licht wünscht die Ampelpflanze. In tropischen Gebieten vermehren sich Efeututen (Scindapsus), zur Gruppe der Aronstabgewächse gehörend, sehr schnell und neigen zum Verwildern. Bei uns kann Epipremnum aureum  nur als Zimmerpflanze gehalten werden, da sie aufgrund ihrer tropischen Herkunft nicht frostfest ist und somit im Garten eingehen würde.. Sie kann sowohl waagerecht, als auch senkrecht wachsen, muss jedoch immer mit einem Stock oder einer Schnur gestützt werden. Im Frühling und Sommer müssen die Efeututen regelmäßig gegossen werden. Gegenüber Staunässe ist die Pflanze tolerant, sie sollte aber nicht zur Regel werden. Am besten gedeiht diese Zimmerpflanzen, wenn vor dem nächsten Gießvorgang die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist. Bitte beachten Sie, dass die Efeutute (Pinnatum) im Winter weniger Feuchtigkeit benötigt. Ein Bestäuben von Epipremnum, ähnlich wie Sie es von den Orchideen kennen, ist sinnvoll, insbesondere in den Monaten, in denen geheizt wird. Das Düngen der Efeutute sollte im Abstand von etwa zwei Wochen erfolgen. Als Dünger sollten Sie Flüssigdünger verwenden. Die Verwendung von Düngestäbchen ist bei diesen Zimmerpflanzen ebenfalls möglich. In den Wintermonaten, wenn sich die Efeutute regeneriert, sollte auf die Zugabe von Nährstoffen verzichtet werden. Wenn die Wurzeln Ihrer Efeutute den Topf vollständig ausfüllen, muss die Efeutute umgetopft werden. Beachten Sie, dass der neue Blumentopf um mehrere Zentimeter größer als der vorherige sein sollte. Efeututen klettern gerne, achten Sie auf eine ausreichende Stützmöglichkeit und verwenden Sie vorwiegend humusreiche Erde. Bedecken Sie die Wurzeln der Epipremnum pinnatum mit ausreichend Substrat und drücken es behutsam fest, um das Bewurzeln der Pflanze zu fördern. Besonders in den ersten Tagen muss die Efeutute gut bewässert werden, damit sie anwurzelt und weitere Blätter ausbildet. Die beste Zeit für das Umtopfen ist im Frühling, da die Efeutute, wie viele Zimmerpflanzen, noch vor ihrer Hauptwachstumszeit liegt.

Vermehrung

Die Vermehrung der Pflanze erfolgt auch für Anfänger unproblematisch durch Stecklinge. Gehen Sie dazu wie folgt vor:Efeutute

  • Trennen Sie einen Trieb der Efeutute, inkl. Blätter,  auf etwa 12 cm Länge ab
  • Achten Sie darauf, dass mindestens zwei Blattknoten an den Stecklingen vorhanden sind.
  • Stecken Sie einen Knoten ohne Blattansatz in das Pflanzsubstrat
  • In dieser Phase empfiehlt es sich, auf Wärme (> 20 Grad) und viel Licht zu achten, damit sich die Efeututen wohl fühlen
  • Halten Sie die Stecklinge immer feucht, ertränken Sie ihn aber nicht


Wem das zu aufwendig ist, kann die Stecklinge der Pflanze einfach in ein Glas Wasser stellen, drei Wochen warten und nach Wurzelbildung eintopfen. Als anspruchslose Pflanze müssen die Blätter der Efeutute nicht regelmäßig beschnitten werden. Abgestorbene oder welke Blätter können sie jedoch bedenkenlos kürzen. Wenn Sie an der Blattachse einschneiden, treibt die Efeutute buschig aus. Die Ranken der Pflanze können bei Bedarf gekürzt werden.

Achtung Pflegefehler: Obwohl Efeututen anspruchslos sind, müssen doch gewisse Dinge beachtet werden. Nehmen die Blätter der Efeutute eine braun-gelbliche Färbung an und fallen dann ab, leidet die Efeutute unter Trockenheit. Legen Sie den Wurzelballen einige Minuten lang in einen Wasserbehälter und lassen sie ihn vollsaugen. Liegt ein Nährstoffmangel vor, verfärben sich die Blätter gelb. Geben Sie in diesem Fall Dünger hinzu. Blassen die Blätter der Efeutute aus, ist ihr Ort zu dunkel. Krankheiten sind bei Efeututen selten, aber wie bei allen Zimmerpflanzen, möglich. Bekommen die Blätter der Efeutute einen grauen Belag, kann Grauschimmel die Ursache sein. Diese Krankheit wird durch "Botrytis", einem Pilz, verursacht und ist auf zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu viel Nährstoffe zurückzuführen. Schneiden Sie die befallenen Teile ab; ist die ganze Efeutute grau, kann man die Goldranke nicht mehr retten. Eine ständig zu hohe Feuchtigkeit im Erdreich kann die Stängelfäule verursachen - schneiden sie die betroffenen Stellen ab. Sind tierische Schädlinge wie Spinnmilben oder Schmierläuse an der Efeutute zu sehen, verwenden Sie Schädlingsbekämpfungsmittel. Dies gilt ebenso bei einigen anderen Arten der Aronstabgewächse.

Schädlinge der Efeutute: Was ist bei einem Befall zu tun?

Schädling Ursache Erkennung Bekämpfung
Grauschimmel durch Pilzinfektion Botrytis Blätter sind von einem samtartigem Belag befallen

Befallene Teile der Pflanze sollten zurück geschnitten werden. Sollte der Befall schon weit fortgeschritten sein, ist die Pflanze zu entsorgen

Spinnmilben / Schmieläuse Schädling Oft unter den Blättern sitzenende Schädlinge, welche zu den Spinnentieren gehören

Befallene Stellen mit einer Mixtur aus Wasser und Rapsöl besprühen. Verhältnis ca. 1:3

Stängelfeule Pilzkrankheit Triebe bzw. Äste der Efeutute fangen an schwarz zu werden bzw. zu faulen

Befallene Stellen an der Pflanze sollten umgehend entfernt werden, bevor diese weitere Triebe befallen.


Weitere Tipps zur Pflege

Um lange Freude an der Efeutute zu haben, beachten Sie unsere Tipps:

  • Bestäuben Sie die Blätter der Goldranke im Sommer (Hitze) und Winter (trockene Raumluft). Dies ersetzt aber nicht das regelmäßige Gießen der Pflanze!
  • Die Epipremnum aureum toleriert einen dunkleren Standort, gedeiht an einem hellen Platz aber wesentlich schneller
  • Die Pflanze  kann sich nicht selber verzweigen. Um einen Kübel dicht zu bepflanzen, sind mehrere Ableger notwendig
  • Reinigen Sie die Blätter der Efeutute regelmäßig, damit die Poren freier atmen können. Bei grünen, kräftigen Blättern fühlt sich die Efeutute wohl
  • Im Sommer können Efeututen (Epipremnum) auf den Balkon gestellt werden. Achten Sie darauf, direkte Sonne zu vermeiden (schattig stellen) und das Gewächs windgeschützt aufzustellen, keine Zugluft!
  • Temperaturen unter 13 Grad werdenvon der Pflanze  nicht toleriert. In jenen Fällen müssen Sie die Efeutute wieder ins Zimmer holen
  • Die Pflanze bildet keine Haftwurzeln wie andere Kletterpflanzen und muss auf dem Balkon zum Beispiel mit Nägeln befestigt werden
  • Achtung: Alle Pflanzenteile der Efeutute (Pinnatum) sind, genauso wie das heimische Efeu, für Menschen und Tiere giftig! Reizungen der Hautoberfläche sind deshalb möglich, wenn nicht auf einen entsprechenden Schutz geachtet wird